Die Kraft des Atems - Deine geheime Quelle für mehr Energie, Entspannung und Gesundheit
(Teil 1)
Atmen. Etwas, das wir Tag ein Tag aus tun, ohne diesem wundervollen Vorgang große Beachtung zu schenken. Doch gerade bei Neurodermitis, Asthma und Allergien sollten wir das unbedingt tun. Oft ist unser Atem flach, unregelmäßig oder setzt sogar aus, ohne das wir es merken. Doch in der Atmung liegen verborgene Kräfte, die Du für Deine körperliche und geistige Gesundheit nutzen kannst. In diesem Blogbeitrag erkläre ich Dir, was Atmung ist, welchen Einfluss sie auf Deine Hautgesundheit hat und zeige Dir, wie Du Deine Atmung mit einer Übung bewusst verbessern kannst, um mehr Energie, Entspannung und Ausgeglichenheit zu erfahren.
Du erfährst in diesem Blogbeitrag:
- Was Atmung ist
- Welche Symptome ein Zeichen für schlechte Atmung sein können
- Wie Dein Atem mit Neurodermitis zusammenhängt
- Wie Du den Atem bewusst für Dich und Deine Gesundheit nutzen kannst
- Wie Dir die „Abwechselnde Nasenlochatmung“ beim Entspannen hilft
Flacher Atem, verstopfte Nase und trockene Mundhöhle
Diese Symptome zeigten sich bei mir nicht etwa nur nach dem Sport oder während einer Erkältung, sondern begleiteten mich seit der Pubertät im Alltag. Ich wachte morgens mit völlig trockenem Papp-Mund auf, ging mit verstopfter Nase ins Bett und atmete durchweg unregelmäßig. Wenn ich Sport machte, kam hin und wieder akute Atemnot in Form von Asthmasymptomen dazu.
Irgendwie hatte ich mich daran gewöhnt und diese Zustände für mich und meinen Körper als gegeben hingenommen. Und dann las ich ein Buch, das mir die Augen öffnete und einen neuen Blick auf meine körperlichen Symptome warf.
Atmung neu entdecken: Deine geheime Quelle für mehr Vitalität
Menschen mit Neurodermitis neigen zu Asthmasymptomen, Allergien und Heuschnupfen. Kennst Du solche Symptome auch? Dann kannst Du Dich auf diesen und den nächsten Blogartikel und neue Impulse für Deine Superkraft, den Atem, freuen. Ich lade Dich ein, die Zeilen mit Offenheit zu lesen und die vorgestellten Übungen auszuprobieren. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es sich lohnt dran zu bleiben. Ich wünsche Dir viel Freude beim Lesen!
"Breath - Atem" von James Nestor
Mein Bruder war es, der mir vor einiger Zeit ein Buch zum Thema Atmung empfohlen hat. Der Impuls, mir diese Lektüre zu besorgen und zu lesen kam dann einige Wochen später und nun verschlinge ich den Inhalt mit Begeisterung. Es ist das Buch „Breath – Atem“ von James Nestor, was mich in den Bann zieht und woraus ich einige wertvolle Erkenntnisse mit Dir teilen möchte, damit auch Du wieder durch Deinen Atem in Deine Kraft finden kannst.
Was ist Atmung?
„Die Atmung ist die intimste Verbindung mit der Umgebung, die wir haben.“ schreibt Nestor. Wenn Energie sich wandelt und alle Materie letztlich Energie ist und sich immer wieder aufs neue zusammensetzt, dann atmen wir stets einen Teil vom großen Ganzen ein und wieder aus. 25.000 Atemzüge machen wir tagtäglich. Das finde ich wahnsinnig beeindruckend, denn es geschieht einfach, ohne, dass wir dafür aktiv etwas tun müssen. Unser Körper atmet einfach, ohne, dass wir ihn permanent daran erinnern.
Atmung ist weit mehr als die Aufnahme von Sauerstoff, die Ausscheidung von Kohlendioxid oder die Anregung vom Nervensystem. Sie ist unsere Verbindung zum Universum. Durch die Atmung kann pure Lebenskraft durch uns hindurchfließen und uns beleben. Im Yoga oder der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) spricht man auch von Prana oder Qi – einer universellen Lebensenergie, die wir über die Atmung in uns aufnehmen können.
Die Verbindung zwischen Haut und Atmung
Deine Atmung beeinflusst nahezu jeden Aspekt Deines Wohlbefindens, so auch Deine Hautgesundheit. Wenn wir tief und bewusst atmen, erhöht sich der Sauerstoffgehalt im Blut, der die Regeneration unserer Hautzellen fördert. Denn die Haut ist ein riesiges Atmungsorgan, worüber wir nicht nur Kohlendioxid, sondern auch andere Abfallprodukte ausscheiden. Auch dabei können wir die Haut durch eine bewusste Atmung und das Ausschöpfen unseres Lungenpotenzials unterstützen. Die Atmung wirkt sich auch auf unser Nervensystem, unsere Stimmung und Konzentration aus. Bewusste, tiefe Atmung kann den Parasymphatikus, also unseren instinktiven Entspannungszustand aktivieren, was wiederum Entspannung und Regeneration fördert. Weniger Stress führt zu weniger Entzündungen und damit zu einer ruhigeren, gesünderen Haut. Probiere die hier vorgestellte Übung oder eine Meditation aus.
Nasenatmung versus Mundatmung
Bei verstopfter Nase und Allergien atmet man häufig unbewusst durch den Mund. Doch das sollte man vermeiden. Denn die Nasenatmung erhöht im Vergleich zur Mundatmung die Sauerstoff-Zufuhr. In der Nase wird die Luft gereinigt, aufgewärmt und angefeuchtet und kann so vom Körper leichter aufgenommen werden. Atmen wir durch den Mund, können diese wichtigen Funktionen von der Nase nicht ausgeführt werden und ein häufiges Symptom ist ein trockener Mund und Rachenbereich. Ein sogenanntes Papp-Maul ist also ein erstes Anzeichen dafür, dass nicht durch die Nase, sondern durch den Mund geatmet wird. Das bedeutet, dass der Körper im Vergleich zur Nasenatmung weniger Sauerstoff aufnimmt. Hinzu kommt, dass sich der Kiefer bei anhaltender Mundatmung zu unseren Ungunsten verformt. Durch den dauerhaft geöffneten Mund verändern sich der Körperbau und die Atemwege und die Atembeschwerden nehmen dadurch oft weiter zu.
Fällt es Dir schwer, durch die Nase zu atmen, weil sie häufig verstopft ist, probiere die hier vorgestellte Übung aus.
Der Nasenzyklus
Bei der Nasenatmung wechseln sich linkes und rechtes Nasenloch ab. Die Nasenlöcher öffnen und schließen sich wie Blüten. Denn die Nase ist mit Schwellkörpergewebe ausgekleidet, das an- und abschwellen kann und den Gesundheitszustand widerspiegelt. Es kann sich entzünden, wenn der Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist. Der Wechsel der Atmung zwischen linkem und rechtem Nasenloch, der sogenannte Nasenzyklus, wird verstärkt, wenn sich die Nase entzündet.
Bei der Atmung durch das rechte Nasenloch wird primär das sympathische Nervensystem aktiviert, also der „Kampf oder Flucht“-Modus. Ein erhöhter Cortisolspiegel und eine erhöhte Herzfrequenz gehen damit einher. Bei der Atmung durch das linke Nasenloch wird das parasympathische Nervensystem aktiviert. Es reduziert die Angstempfindung und ist für Entspannung und Erholung maßgeblich.
Auch ich habe festgestellt, dass bei mir mal das linke und mal das rechte Nasenloch verschlossen ist. Gerade sitze ich mit einem Basenkräutertee gemütlich auf meinem Sofa und schreibe an diesem Blogbeitrag. Die Sonne scheint durch das Wohnzimmerfenster herein und ich fühle mich entspannt. Und…ich atme gerade durch das linke Nasenloch.😊
Es lohnt sich, darauf zu achten in welchen Momenten oder Situationen welches Nasenloch frei und welches blockiert ist. Die Herausforderung dabei ist, im Alltag die eigene Wahrnehmung auf den Atem zu lenken. Dafür hilft es, wenn Du lernst, Deine Aufmerksamkeit stets in vollem Bewusstsein auf eine einzige Aufgabe zu lenken. Denn die Atmung leidet unter der sogenannten ständigen teilweisen Aufmerksamkeit, besser bekannt als Multi-Tasking. In diesem Zustand wird der Atem flach und unregelmäßig. Übe also, Dich auf eine einzige Sache zu konzentrieren. Das fördert auch eine bewusste Atmung.
Übung "Abwechselnde Nasenlochatmung"
Um Dein Bewusstsein auf Deine Atmung zu lenken möchte ich Dir eine Übung vorstellen. Die „abwechselnde Nasenloch-Atmung“ kommt aus dem Yoga und heißt auch nadi shodhana. Das bedeutet so viel wie Reinigung des Kanals. Diese Atemtechnik reinigt also Dein Nervensystem.
Sie hilft Dir, ein besseres Gefühl für Deine Atmung zu bekommen, Deine Nasenlöcher von Verstopfung zu befreien und Dein Nervensystem zu regulieren. Dabei wird durch ein Nasenloch nach dem anderen geatmet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die abwechselnde Nasenlochatmung zu praktizieren. Ich stelle Dir hier eine simple Variante vor.
Die Atmung durch das linke Nasenloch aktiviert den Entspannungsnerv, den Parasympathikus:
- Setze Dich aufrecht hin, z.B. in Meditationshaltung oder auf einen Stuhl.
- Lege Deinen Zeigefinger auf das rechte Nasenloch und halte es sanft zu.
- Atme durch das linke Nasenloch ein und halte die Luft für ca. 5 Sekunden an
- Atme durch dasselbe, also das linke Nasenloch wieder aus.
- Das wiederholst Du einige Minuten bzw. solange, bis Du eine Entspannungswirkung spürst oder das Nasenloch frei geworden ist.
Willst Du lieber in die Aktivität kommen, dann machst Du das Ganze mit dem rechten Nasenloch. Dabei hältst Du dann das linke Nasenloch zu und atmest durch das rechte Nasenloch ein und aus. Das fördert die Verdauung, Kreativität und Aktivität.
Manchmal ist eine Seite verstopft. Bleib liebevoll dran und versuche ruhig und geduldig das verstopfte Nasenloch freizuatmen. Es kann ein paar Minuten dauern, bis es sich öffnet und die Atmung entspannter wird.
Sneak Peak Teil 2: Wie Dir bewusstes Atmen bei Asthma hilft!
In Teil 2 erfährst Du, wie Dir bewusstes Atmen bei Asthma hilft und Deine Symptome lindert, wieso zu viel atmen nicht gesund ist und wieso das Ausatmen gerade bei Asthma so wichtig ist. Ich stelle Dir außerdem eine Übung für die Erhöhung Deiner Lungenkapazität vor: die 5-Tibeter.
Was sind Deine Erfahrungen?
👃🏻 Durch welches Nasenloch atmest Du meistens?
🧘🏻♀️ Hast Du die abwechselnde Nasenlochatmung ausprobiert?
👉🏻 Schreib es mir unten in die Kommentare! Ich bin gespannt auf Deine Antwort.
Ich freue mich außerdem, wenn Du diesen Blogartikel teilst und weiterempfiehlst. Damit hilfst Du mir, noch mehr Menschen mit Neurodermitis auf dem Weg zu ihrer Hautgesundheit zu erreichen.
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Alles Liebe
Hi, ich bin Catherina
...Neurodermitis-Expertin und feinfühliger Mensch mit Leib und Seele. Ich begleite Dich in meinem Blog auf Deiner Reise zu Dir selbst und zu Deiner Hautgesundheit. Wenn Du mehr über mich und meine Motivation erfahren willst, dann klick auf mein Bild!