Warum die bewusste Wahrnehmung Deiner Gefühle bei Neurodermitis wichtig ist

Fühlen. Ein Wort. Unendliche Facetten. Wieso fühlen wir? Wie fühlen wir uns? Wann fühlen wir? Können wir uns verfühlen? Können wir auch nicht fühlen?

In diesem Blogbeitrag erfährst Du nicht nur, was fühlen bedeutet sondern auch, was Deine Gefühle mit Neurodermitis zu tun haben und wie die bewusste Wahrnehmung der eigenen Gefühle Hautsymptome lindern kann.

Du erfährst in diesem Blogbeitrag:

  • Was fühlen bedeutet
  • Wieso Deine Gefühle immer richtig sind
  • Warum fühlen bei Neurodermitis so wichtig ist
  • Wie Du mit Hilfe des Gefühlsrads Deine Gefühle besser beschreiben kannst
  • Mit welchen Impulsfragen Du Deinen Gefühlen näher kommst

Fühlen, die universelle Sprache

Fühlen ist nonverbal. Fühlen braucht keine Worte, keine Grammatik, keine Laute. Es ist nichts, was wir lernen, sondern was einfach da ist. Fühlen können wir von Beginn an bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir unseren Körper wieder verlassen. Oft haben wir so ein Gefühl im Bauch oder eine Vorahnung von Dingen. Fühlen hat also auch viel mit der Verbindung zur eigenen Intuition, dem Bauchgefühl, zu tun und zum eigenen Körper.

Fühlen lernen: Warum Du Deine Gefühle immer richtig fühlst

Doch wie geht fühlen? Fühlt man immer oder nur manchmal? Kann man auch nicht fühlen? Oder sich verfühlen? Wann ist man fühlbar?

Wir fühlen immer, auch wenn es uns nicht immer bewusst ist. Gefühle entstehen nicht zufällig, sondern sind wertvolle Hinweise auf unsere innere Wahrheit und Intuition. Man kann sich dabei nicht „verfühlen“, denn jedes Gefühl ist echt und wahrhaftig. Vielmehr geht es darum, den eigenen Gefühlen Raum zu geben, sie wahrzunehmen und anzunehmen. Oft verlernen wir, je älter wir werden, durch äußere Einflüsse, unsere Gefühle klar zu spüren. Dann kann es passieren, dass wir unfühlbar wirken, obwohl in uns alles schwingt. Fühlen bedeutet also nicht nur, Gefühle zu haben, sondern ihnen auch bewusst zu begegnen.

Deine Gefühle sind zu jedem Zeitpunkt richtig. Du bist immer richtig, genau so wie Du bist. Lade Dir jetzt meine kostenlosen Seelenzeilen – Dein Affirmationsposter für Haut und Herz, herunter, um in Dir einen Raum zum Fühlen zu kreieren.

Eine Frau im Wald ist von hinten zu sehen und geht weg. Metapher für das Weggehen von verdrängten Gefühlen bei Neurodermitis.

Wenn Du Dich vor Deinen Gefühlen schützt, können Dich Deine Gefühle nicht schützen.

Die Heilpraktikerin Ellen Kalweit-Borck drückt es so aus: „Wenn Du Dich vor Deinen Gefühlen schützt, können Dich Deine Gefühle nicht schützen.“

Bei dem Versuch, unangenehme Gefühle zu meiden, verliert man mitunter den Zugang zu sich selbst und verkennt, dass auch verdrängte Gefühle weiterhin im Innern schlummern. Gefühle zu verdrängen kann viel Kraft kosten, weil dafür Energie aufgewendet wird, z.B. durch erlernte Verhaltensmuster, wie ein anhaltendes Ausweichen von Trigger-Situationen. Mehr dazu liest Du in diesem Blogbeitrag.
Verdrängte Gefühle verschwinden nicht, sondern erhalten sogar erst recht Energie, wenn sie gedeckelt werden. Je mehr Druck entsteht, desto mehr Kraft muss aufgewendet werden, um den Deckel auf dem Topf zu halten. Manchmal klappt das ein Leben lang. Manchmal schwindet die Kraft und der Deckel platzt mit voller Wucht ab. Das sind Momente, die Menschen häufig als psychische Krisen empfinden. Die Verdrängung von unangenehmen Gefühlen kann also kostspieliger und vor allem langwieriger sein als den eigenen Gefühlen durch Wahrnehmung und wohlwollende Annahme zu begegnen.
 
Unsere Gefühle sind Ausdruck unseres Innenlebens und unserer Intuition. Sie sind für uns und jederzeit genau richtig. Freude leitet uns zu Tätigkeiten, Begegnungen und Handlungen, die uns gut tun. Traurigkeit hilft uns, Schmerz zu verarbeiten. Ein komisches Bauchgefühl kann uns vor gefährlichen Situationen bewahren. Wir sollten unserem Gefühl trauen. Denn nur so können uns unsere Gefühle schützen.

Neurodermitis als Wegweiser zu Deinen Gefühlen

Vor allem bei Neurodermitis signalisieren Hautsymptome häufig eine fehlende Wahrnehmung unseres Innenlebens. Die Haut erinnert uns daran, auf unser inneres Gefühl zu hören und unterstützt uns, es wahrzunehmen. Wenn viel verdrängt wird, will unter die Oberfläche geschaut werden. Deine Haut erinnert Dich daran.

Denn körperliche Symptome lösen Gefühle aus. Ob Verzweiflung, Traurigkeit, Ohnmacht, Angst, Scham, Sehnsucht etc. All das will von Dir wahrgenommen werden. Lass Dich berühren. Von Dir selbst. Von Deiner Haut. Von Deinen Gefühlen. Lies mehr dazu in diesem Blogbeitrag.

♡ Wie fühlst Du Dich in diesem Augenblick?

Das Gefühlsrad als erste Orientierung

Auf diese Frage gibt es deutlich mehr Antworten als gut oder schlecht. Das Gefühlsrad (auch „Emotion Wheel“ oder „Emotionsrad“) ist ein psychologisches Modell, das u.a. unterstützt, Gefühle besser zu erkennen und zu benennen. Es wurde ursprünglich vom Psychologen Robert Plutchik entwickelt. Du findest es ganz einfach, indem Du das Wort in einer Suchmaschine eingibst und Dir Bilder anzeigen lässt.

Es differenziert ausgehend von sechs Grundgefühlen in der Mitte in zahlreiche Facetten. Die Grundgefühle sind friedvoll, traurig, wütend, verängstigt, freudig und kraftvoll. Von innen nach außen werden die Gefühle detaillierter und differenzierter. Z. B. wird aus „Wut“ weiter außen „Frustration“, „Feindseligkeit“ oder „Ärger“. Es zeigt, wie Emotionen miteinander verbunden sind oder sich gegenseitig verstärken/abschwächen.

Ein Blick darauf kann Dir helfen, Gefühle zu benennen und den Facettenreichtum von Gefühlszuständen in den Blick zu nehmen. So fällt es Dir leichter, Deine Gefühle zu beschreiben und zu erkennen, was Dein Innenleben oder Deine Haut genau in den Ausdruck bringt.

Frau freut sich im Wald mit hochgeworfenen Armen. Symbolisch für freigesetzte Energie durch die Wahrnehmung von Gefühlen bei Neurodermitis.

Impulsfragen, um ins bewusste Gefühl zu kommen

Du bist jederzeit im Gefühl. Es gibt kein nicht fühlen. Es gibt ein nicht wahrnehmen. Doch auch ein dumpfer, tauber Gefühlzustand ist ein Gefühlszustand. Auch eine Dissoziation ist ein Gefühlszustand. Es fehlt an der Stelle nur die bewusste Wahrnehmung. Also übe Dich darin, einen Beobachterplatz in Dir selbst einzunehmen und Dir Deinen Gefühlen gewahr zu werden.

  • In welchen Momenten nimmst Du Deine Gefühle, Dein Innenleben gern wahr?
  • In welchen Momenten schaust Du lieber weg (und lässt Deine Haut für Dich sprechen)?

Trau Dich, jeden Tag ein ganz bisschen mehr hinzuschauen und wahrzunehmen. Stell Dir vor, Du würdest Dich selbst von einer Beobachterperspektive aus ohne Bewertung betrachten und lediglich beschreiben, was Du siehst bzw. fühlst.

  • Was wäre da?
  • Welche Gefühle würden sich zeigen?
  • Was würdest Du fühlen?
  • Wie würdest Du Dich fühlen?
  • Wie geht es Deiner Haut damit, wenn Du Deine Gefühle wahrnimmst?
  • Wird der Juckreiz mehr oder weniger?
  • Verändert sich etwas?

Beobachte, wie Deine Haut darauf reagiert. Ich stelle häufig fest, dass sich der Juckreiz beruhigt, wenn ich meine Gefühle wahrnehme und zulasse. Wenn ich wirklich hinschaue, was gerade los ist. Manchmal wird der Juckreiz aber auch noch doller und zeigt mir, dass da noch so viel mehr unter der Oberfläche lodert und von mir gesehen werden will.

Was sind Deine Erfahrungen?

💫 Wie fühlst Du Dich jetzt, nachdem Du den Blogbeitrag gelesen hast?

💡 Erinnerst Du eine Situation, in der Dich Deine Haut auf Dein Innenleben aufmerksam gemacht hat?

👉🏻 Schreib es mir unten in die Kommentare! Ich bin gespannt auf Deine Antwort.

Ich freue mich außerdem, wenn Du diesen Blogartikel teilst und weiterempfiehlst. Damit hilfst Du mir, noch mehr Menschen mit Neurodermitis auf dem Weg zu ihrer Hautgesundheit zu erreichen.

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Alles Liebe

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Hi, ich bin Catherina

...Neurodermitis-Expertin und feinfühliger Mensch mit Leib und Seele. Ich begleite Dich in meinem Blog auf Deiner Reise zu Dir selbst und zu Deiner Hautgesundheit. Wenn Du mehr über mich und meine Motivation erfahren willst, dann klick auf mein Bild!

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